der OnleiheVerbundHessen. Der Spürsinn des kleinen Doktors

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Jean Dollent ist Landarzt in Marsilly, einem Dorf bei La Rochelle. Jung, klein und dürr, wird er liebevoll "der kleine Doktor" genannt. Als er zu einem Hausbesuch gerufen wird und statt eines Patienten eine Leiche vorfindet, ist sein detektivischer Ehrgeiz geweckt. Fortan lässt Jean seinen Arztkoffer immer öfter in der Praxis stehen und löst noch drei weitere Fälle, die ihn in den mondänen Badeort Royan und bis an die Côte d'Azur führen. Dabei stehen nicht von ungefähr eine junge Frau in Hellblau und der Hilferuf einer unbekannten Dame im Mittelpunkt. Denn der kleine Doktor hat zwei Schwächen: Er verliebt sich zu schnell, und Alkohol verträgt er schlecht - eine Kombination, die seine Ermittlungen nicht gerade vereinfacht. Leicht und humoristisch im Ton, sind die Fälle des kleinen Doktors ganz anders als die von Maigret (der übrigens ursprünglich Arzt werden wollte). Und doch sind die zwei Ermittler im Geist verwandt: Beide wollen sie das menschliche Rätsel hinter dem Verbrechen lösen.

Autor(en) Information:

GEORGES SIMENON, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Liège, ist der "meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, mit einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts" (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen), seine Rastlosigkeit und seine Umtriebigkeit bestimmten sein Leben: Um einen Roman zu schreiben, brauchte er selten länger als zehn Tage, er bereiste die halbe Welt, war zweimal verheiratet und unterhielt Verhältnisse mit unzähligen Frauen. 1929 schuf er seine bekannteste Figur, die ihn reich und weltberühmt machte: Kommissar Maigret. Aber Simenon war nicht zufrieden, er sehnte sich nach dem "großen" Roman ohne jedes Verbrechen, der die Leser nur durch psychologische Spannung in seinen Bann ziehen sollte. Seine Romane ohne Maigret erschienen ab 1931. Sie waren zwar weniger erfolgreich als die Krimis mit dem Pfeife rauchenden Kommissar, vergrößerten aber sein literarisches Ansehen. Simenon wurde von Kritikern und Schriftstellerkollegen bewundert und war immer wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1972 brach er bei seinem 193. Roman die Arbeit ab und ließ die Berufsbezeichnung "Schriftsteller" aus seinem Pass streichen. Von Simenons Romanen wurden über 500 Millionen Exemplare verkauft, und sie werden bis heute weltweit gelesen. In seinem Leben wie in seinen Büchern war Simenon immer auf der Suche nach dem, "was bei allen Menschen gleich ist", was sie in ihrem Innersten ausmacht, und was sich nie ändert. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.

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