der OnleiheVerbundHessen. Wie mit Gabeln aufs Wasser geschrieben

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Die Diktatur schränkt einen Satiriker in seinem Wirken ein, einem guten Satiriker ist sie aber auch Quell immer neuen Stoffes. Genau so lange, bis es den Diktatoren zu viel wird. Michail Sostschenko, der "Mann, der nie lachte", war meistgelesener Autor seines Landes und amüsierte mit seinen kurzen, scharfen, im Dialekt der Strasse verfassten Geschichten über kleine Bürger im grossen "System" tausende Landesleute. - Bis zu seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der Sowjetunion. Jetzt darf wieder gelacht werden, bis es im Halse stecken bleibt, denn Sostschenkos Satire auf Mensch und Bürokratie ist nach wie vor sehr aktuell. Als Grund für Sostschenkos Ausschluss aus dem russischen Schriftstellerverband wurde in einem ZK-Beschluss von 1946 "Verleumdung der sowjetischen Wirklichkeit" angegeben. Keiner hat wohl die sowjetische Wirklichkeit in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts besser beschrieben als Michail Sostschenko.

Autor(en) Information:

Der Theaterschauspieler Boris Mattèrn liest unter der Regie von Walter Adler.

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