der OnleiheVerbundHessen. Hongkongs Bambusakrobaten

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Der Arbeitsplatz von Lo Tak Wah liegt irgendwo zwischen Himmel und Erde. Täglich balanciert er in bis zu 300 Meter Höhe über dünne Planken auf schwankenden Gerüstkonstruktionen aus Bambus. Meister Lo ist Bambusgerüstbauer. Er praktiziert eine über 2000 Jahre alte Technik, die auch im Zeitalter der Glas- und Stahlpaläste nicht aus Hongkong wegzudenken ist. Die alte chinesische Tradition, Baugerüste aus Bambusstangen zu montieren, ist heute fast nur noch in Hongkong zu finden. Dabei ist Bambus preiswerter als Stahl, leicht zu verbauen und durch seine Flexibilität sehr erdbebensicher. Sie werden für Reklameschilder verwendet, für den Bau von Kirchen, Wohnhäusern und sogar Hochhäusern von bis zu 70 Stockwerken. Die Arbeit hoch über den Straßenschluchten der Stadt birgt auch ihre Gefahren: Regen macht die Stangen rutschig, Windböen zerren an den Netzen, die die Gerüste umgeben. Wer an einem solchen Tag nicht peinlich genau seine Sicherheitsleine befestigt, riskiert leicht einen tödlichen Unfall.