der OnleiheVerbundHessen. Blütezeit und Untergang der Kelten

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Nachdem Rom südlich der Alpen alle Keltenstämme unterworfen hatte, entstanden in den letzten beiden Jahrhunderten vor Christus neue keltische Kulturen in Nordeuropa, die den Höhepunkt keltischer Geschichte bildeten. Unabhängige Stämme reichten von den Pyrenäen bis ins hessische Bergland, von den Britischen Inseln bis in den nördlichen Balkan. Auf Bergplateaus errichtete die spätkeltische Oppida-Kultur Handelszentren, in denen im Gegensatz zu früheren Fürstensitzen Handwerker, Händler, Druiden und Kaufleute wirkten und zu Wohlstand gelangten. Die Oppida, die Stadt, war mit mächtigen Befestigungsanlagen ausgestattet und vereinigte alte Traditionen mit modernen Zügen aus der Mittelmeerwelt. Doch Bündnisse und Verpflichtungen gegen Rom verschlechterten die Stimmung zusehends, nur mühsam konnten gallische Stämme unter Kontrolle gehalten werden. Vercingetorix plante einen Aufstand gegen Caesar und konnte in Gergovia zunächst einen Sieg eintragen. Doch schließlich wird Gallien seine Stammeskultur und seine Nähe zur römischen Lebensweise zum Verhängnis: Ohne geeintes Reich und mit den gefestigten Straßen nach dem Vorbild Roms kann Caesar ungehindert in Gallien eindringen und seine Städte belagern. Mit der Eroberung der Gallier endete deren Geschichte auf dem Kontinent, während sich die Germanen in die unerschlossenen Wälder zurückziehen konnten. Rom teilte Europa in zwei Welten - Reichsgebiet und unterentwickelte germanische Stämme. Der Historiker Arnulf Krause zeichnet diese Entwicklung anschaulich und spannend nach.

Autor(en) Information:

Arnulf Krause ist promovierter Germanist und Skandinavist, erfolgreicher Sachbuchautor und Experte für germanische Heldensagen und die Dichtung der Edda. Er lehrt als Honorarprofessor am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn.