der OnleiheVerbundHessen. 1913

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Der Autor Florian Illies entfaltet kunstvoll die Ereignisse des Jahres 1913, des Jahres, in dem unsere Moderne beginnt: Kafka schreibt schmerzerfüllte Briefe an Felice, Spengler ergeht sich in Angst vor Gott und der Welt, Proust versucht sich an der Suche nach der verlorenen Zeit, Gertrude Stein friert - und schreibt ein Gedicht, darin der Satz "eine Rose ist eine Rose ist eine Rose". Kirchner zeichnet die Stadt, Malewitsch sein Schwarzes Quadrat, Picasso klebt Holzfaserfolie auf Leinwände - und in München stellt ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten aus. 1913: Beginn und Auslöschung, ein Schlüsselmoment unserer Geschichte. Illies erzählt auf intelligente und unterhaltsame Weise von dem Versuch, das Vergängliche festzuhalten und von dem letzten mächtigen Aufbäumen der Kultur vor den barbarischen Kriegen des 20. Jahrhunderts. Nach dem Sommer des Jahrhunderts ist nichts mehr, wie es war.

Autor(en) Information:

Florian Illies, geboren 1971, ehemaliger Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Mitbegründer der Kunstzeitschrift "Monopol" und ehemaliger Ressortleiter der "Zeit", ist heute Partner des Auktionshauses Villa Grisebach und dort für die Kunst des 19. Jahrhunderts verantwortlich. Seine Bücher haben sich über 1 Million Mal verkauft.