der OnleiheVerbundHessen. Fundvogel

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Der Roman "Fundvogel. Die Geschichte einer Wandlung" erschien tatsächlich bereits 1928. Ein Fakt, den man kaum zu glauben vermag, wenn man der spannenden Handlung folgt. Er wurde 1934 von den Nationalsozialisten verboten. Hanns Heinz Ewers schrieb in FUNDVOGEL von unerfüllter Liebe, von Sexualität, vom Gefühl, im falschen Geschlecht gefangen zu sein, von einer erfolgreichen Geschlechts-umwandlung (zu einer Zeit, als dies medizinisch noch reine Zukunftsfiktion war) und letztlich von Liebe, die in einer homosexuellen Beziehung ihre Erfüllung findet. Wen wundert, dass dies alles den Nazis gar nicht gefallen hat? Ewers Sprache ist modern, seine Themen aktueller denn je!

Autor(en) Information:

Hanns Heinz Ewers, geboren am 3. November 1871 in Düsseldorf als Hans Heinrich Ewers, war Schriftsteller, Filmemacher, Globetrotter und Kabarettist. Er entstammte einer künstlerlischen Familie. Ewers' Geschichten und Romane kreisen um die Themen Phantastik, Erotik, Kunst bzw. Künstler und Reisen in exotische Länder. Seine teils äußerst drastischen Darstellungen machten ihn zum skandalumwitterten Bestsellerautor. Gleichzeitig mußte er sich immer wieder gegen den Vorwurf zur Wehr setzen, seine Werke seien trivial, unmoralisch oder pornografisch. In seinem äußerst bewegten Leben vertrat Ewers auch einander wiedersprechende Positionen. So trat er 1931 der NSDAP bei und engagierte sich in der Propagandaarbeit, setzte sich aber zur selben Zeit für die Gleichberechtigung der Juden ein. Nach dem Röhm-Putsch am 30. Juni 1934 soll Evers auf der Liquidationsliste der SS gestanden haben. Mit den Nürnberger Gesetzen 1935 war die Entrechtung der deutschen Juden vollständig - Ewers begann seine Abkehr vom Regime und unterstützte seine jüdischen Freunde, indem er ihnen Ausreisevisa in die USA oder Großbritannien beschaffte. Bereits im Jahr zuvor war ihm ein generelles Publikationsverbot erteilt worden, das - nach endlosen Eingaben seinerseits - erst 1943, kurz vor seinem Tod, wieder aufgehoben wurde. Er starb, gesundheitlich stark angeschlagen und durch persönliche und berufliche Niederlagen geschwächt, am 12. Juni 1943 in seiner Wohnung in Berlin. Seine Asche wurde am 15. Oktober des selben Jahres auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beigesetzt.

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