der OnleiheVerbundHessen. Timbuktu

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Timbuktu: Hunderte von Forscher, angelockt von Legenden über unermesslichen Reichtum, versuchten vergeblich, diesen Ort in der Wüste von Mali zu erreichen. Heute leben ihre Bewohner in Angst vor politischen Unruhen und dem unaufhaltsamen Vorrücken der Sahara. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts war Timbuktu lediglich ein Rastplatz der Tuareg-Nomaden. Doch schon 100 Jahre später war aus dem Camp eine Stadt geworden und ein Knotenpunkt der wichtigsten Karawanenrouten des Mittelalters. Es lebten hier mehr als 120.000 Menschen, darunter allein 20.000 Studenten, die sich in der Universität und den Koranschulen der Lehre Allahs, den Natur- und Geisteswissenschaften widmeten. Heute hat Timbuktu nicht einmal mehr 30.000 Einwohner. Jedes Jahr rückt die Sahara um weitere 10 bis 20 Meter vor. Doch in einem Projekt legten die Bewohner mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft einen Schutzwall aus vier Millionen Bäumen und Sträuchern um die Stadt an. Doch die größte Sorge der Menschen von Timbuktu ist, dass die Regierung von Mali ihre Stadt bereits abgeschrieben hat. Die GEO-Reportage besucht die Bewohner Timbuktus, einer Stadt, die einst ein strahlender Mythos war und heute um ihr Überleben kämpft.